Erneuerbare Energien könnten 38% des deutschen Stromverbrauchs erreichen

2 November 2018
© Rawf8 / Adobe Stock
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Deutschland ist auf gutem Weg, so viel Grünstrom zu erzeugen, dass in diesem Jahr fast 38 Prozent des Stromverbrauchs gedeckt werden können, verglichen mit 36 ​​Prozent im Jahr 2017, teilten der Energiekonzern BDEW und das Forschungsinstitut ZSW am Freitag mit.

Ihre Prognose wurde veröffentlicht, wobei die Zahlen für die ersten neun Monate des Jahres bei 38 Prozent lagen, was durch die hohe Stromerzeugung aus Wind und Sonne unterstützt wurde.

"Sollte sich das Windangebot im vierten Quartal entlang der Durchschnittswerte der letzten Jahre entwickeln, könnten erneuerbare Energien im Gesamtjahr einen Anteil von knapp 38 Prozent (der Nachfrage) abdecken", sagten BDEW und ZSW in einer gemeinsamen Erklärung.

Der Anteil an grüner Energie, zu dem auch Biomasse und Wasserkraft gehören, erreichte im vergangenen Jahr 36,1 Prozent des Verbrauchs, zeigen Daten des BDEW.

Die Produktion von Ökostrom belief sich in den ersten drei Quartalen auf 169 Milliarden Kilowattstunden. Das sind 35 Prozent der Gesamtleistung, verglichen mit 32 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Die Produktion erneuerbarer Energien in einer einzigen Kategorie hat den Beitrag fossiler Brennstoffe nahezu erreicht oder überholt. Dies ist jedoch nur bei hohen Windgeschwindigkeiten und ausreichend Sonnenschein möglich.

Die Erzeugung aus importierter Steinkohle und inländischer Braunkohle machte in den neun Monaten 36 Prozent des Verbrauchs aus, verglichen mit 38 Prozent im Vorjahr, während die Gas-zu-Strom-Leistung einen Anteil von 12 Prozent hatte (13 Prozent).

Der Geschäftsführer des BDEW, Stefan Kapferer, sagte, dass das von der Politik geforderte Ziel für erneuerbare Energien von 65 Prozent bis 2030 weitere Anstrengungen bei den Stromverbindungen für den Transport von Ökostrom und günstige Bedingungen für Speicheranlagen erfordert.

"Wir müssen sicherstellen, dass es bei der zukünftigen Expansion keine Brüche gibt", sagte er.

Frithjof Staiss, Vorsitzender des ZSW, sagte, die Heizungs- und Transportbranche sei weit zurückgeblieben, was zu hohen Bußgeldern der Europäischen Union führen könne.


(Bericht von Vera Eckert; Redaktion von David Goodman)

Kategorien: Erneuerbare Energie